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Dezisionistischer Burgfriede - Der türkische Angriff auf Afrin

Donnerstag, 19. April

Dezisionistischer Burgfriede - Der türkische Angriff auf AfrinEinerseits findet der seit Januar laufende Angriff auf Afrin im Kontext der weitgehenden türkischen Niederlage im Syrienkrieg statt. Doch wie ist der Angriff im Kontext der innenpolitischen Transformation der Türkei zu verorten? Handelt es um ein taktisches (Vor-)Wahlkampfmanöverzur lagerübergreifenden Mobilisierung nationalistscher Ressentimens? Oder verweist der Angriff auf eine tiefere Transformation des türkischen Staates im Kontext der Krise des AKP-Projektes?

 

Bedenkenswert istjedenfalls, dass die AKP sich schon Jahren als einzige Kraft inszeniert, die der behaupteten existenziellen Bedrohung von Staat und Nation durch einen umfangreichen Herrschaftsanspruch etwas entgegnen kann. Diese als Dezisionismus bezeichnete Regierungspraxis verweist auf eine tiefe Hegemoniekrise, der sich versucht durch die fortwährende Radikalisierung ihres Herrschaftsprojektes zu entkommen. Doch hat sie die Dynamiken der Radikalisierung noch unter Kontrolle?

Sonntag, 19. April 2018 | 20:00 Uhr