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Veranstaltung 

Titel:
Anarcha-Feministische Utopien & gelebte Befreiungs-Praxis
Wann:
Samstag, 21.01.2017 | 18.00 h

Beschreibung

In dem Vortrag werden von mir Einblicke in die gelebten Biographien von Anarcha-Feministinnen dargestellt.
Dabei geht es mir ausserdem um den Versuch mögliche Ausblicke, Fragen und Perspektiven für unsere heutige Zeitepoche aufzuzeigen.
Wo liegen für uns konkrete Handlungsperspektiven für an-archistische (=frei von Herrschaft/Gewalt) und
feministische Lebensformen verborgen?
Das lädt zunächst ein, zu einer Reise in die Vergangenheit; den Blick in die Geschichte feministisch-anarchistischer Lebensentwürfe zu werfen:

*Mary Wollstonecraft (1759-1797), England/Frankreich: Pionierin des radikaleren Kampfes für das Frauenrecht.

*Flora Tristan (1803-1844), Frankreich: libertäre Sozialistin, Begründung von Frauen-Gewerkschaften, Befreiung
aus Lebensumständen sexueller Gewalt, Armut und Unterdrückung.

*Voltairine de Cleyre (1866-1912), USA: Mit-Pionierin der amerikanischen Frauenrechtsbewegung, Anarchistin,
Schriftstellerin, libertäre Pädagogin.

*Milly Wittkop (1877-1955), Deutschland, USA: Kriegsdienst-Verweigerin, Radikal-Pazifistin, Mitbegründerin
anarcha-femistischer Syndikate (anarcha-syndikalistischer Frauenbund).

*Ito Noe (1895-1923), Japan: eine der ersten Pionierinnen der (anarchistischen) Frauenbewegung in Japan.

*Itsue Takeware (c. 1930; Zeit ihres Engagements), Japan: „die Frauenfront", (Zeitschrift/Tokio 1930) – libertäre
Sozialistin.

*Die Gruppe: „Mujeres Libres" (die Freien Frauen), (seit 1936...), Spanien: eine anarchistische Frauenorgani-
sation, gegründet zu Beginn der Sozialen Revolution in Spanien, Frauenhäuser, libertäre Pädagogik, Bildung
für Frauen, Medizin & Selbstversorgung, Befreiung aus Zwangs-Prostitution, sowie aus Zwängen häuslicher
Gewalt.

*Clara Wichmann (1885-1922), Niederlande: libertäre Sozialistin, Radikal-Pazifistin, Mitbegründerin der
Frauenbewegung in den Niederlanden, Praxis der Direkten Aktion und aktiven Gewaltlosigkeit.

*Schwarzer Feminismus (20. Jahrhundert bis heute), USA: Entwürfe libertärer Schwarzer Feministinnen, ihre
gewaltfreien Kämpfe gegen Rassismus, für soziale Gerechtigkeit...

Aufgrund dieser (in diesem Vortrag) 9 an der Zahl, gegebenen Einblicke in die Lebensgestaltung und die Zukunftsvisionen feministischer Anarchistinnen, werden Impulse und Fragestellungen für unser heutiges Leben sichtbar. Der anarchistische Feminismus ist kein in sich abgeschlossenes System oder gar ein „fertiges Paket". Vielmehr existiert eine Vielfältigkeit an individuell-gelebten Befreiungs-Ansätzen, sowie gleichwertig damit verbunden die auch kollektivistisch-orientierte Zusammenarbeit anarchistischer Frauenrechtlerinnen. Zum großen Teil erfordert es für die heutige Zeitepoche, weiterführende empirische (historische, sozialwissenschaftliche, u.a.) Forschungsarbeiten. Die gesellschaftlichen Tatbestände der
immer noch bestehenden ökonomischen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, die grundlegend erforderliche Auseinandersetzung mit den Gewalt-Phänomenen (Sexismus, Rassismus, Kriege, soziale Ungleichheit, u.a.) erfordern außerdem Lebensformen der Gegenseitigen Hilfe –
Sensibilität und solidarisches Engagement.

Der Vortrag findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Thema Feminismus statt. Weitere Veranstaltungen werden bald als möglich unter demoz-lb.de oder auf unserer Facebookseite beworben!

Eintritt frei, Spende erwünscht.