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Veranstaltung 

Das TTIP-Abkommen und die Freihandelslüge
Titel:
Das TTIP-Abkommen und die Freihandelslüge
Wann:
Dienstag, 10.02.2015 | 20.00 h

Beschreibung

Vortrag und Diskussion mit Tobias Kröll (Tübingen)

Die Diskussion um das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP wird bislang von Debatten über Chlorhühnchen, mangelnde Transparenz und Schiedsgerichte dominiert. Für Laien ist das Thema unübersichtlich und verwirrend: Wer will was, warum und in wessen Interesse? Was sind überhaupt die Inhalte des Abkommens?
In diesem Vortrag werden die Positionen verschiedener Parteien und Verbände angerissen und es wird aufgezeigt, mit welchen Argumenten die Bundesregierung für das Abkommen wirbt.
Darauf aufbauend wird im zweiten Teil dargelegt, dass die „wissenschaftliche" Argumentation für Freihandel an ihrer Basis auf vollkommen praxisfremden und willkürlichen Modellen aufbaut, deren Grundannahmen zudem auch noch so gewählt wurden, dass in der Theorie zwangsläufig das gewünschte feststehende Ergebnis herauskommt. Die empirisch sicht- und spürbaren verheerenden Folgen bisheriger Freihandelsabkommen – wie z.B. der NAFTA-Freihandelszone zwischen den USA und Mexiko – werden von den Freihandelsfetischisten ignoriert oder verharmlost.
Letztlich sollte es bei der Auseinandersetzung um TTIP nicht um kosmetische Veränderungen eines vorgefertigten Weges gehen, sondern darum, die Legitimität des vorherrschenden ökonomischen Paradigmas insgesamt in Frage zu stellen.

Tobias Kröll/Tübingen
Sozialwissenschaftler (Diplom Pädagoge) und Fahrradmechaniker
Mitglied im Institut Solidarische Moderne
Mitarbeit bei der Tübinger Forschungsgruppe und der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik („Memorandum-Gruppe")