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Veranstaltung 

Lesung:
Titel:
Lesung: "Erich Mühsam. Das seid ihr Hunde wert. Ein Lesebuch"
Wann:
Freitag, 21.11.2014 | 20.00 h

Beschreibung

Lesung: "Erich Mühsam. Das seid ihr Hunde wert. Ein Lesebuch"
Es lesen die Herausgeber_innen Manja Präkels und Markus Liske

Es ist nicht möglich, Leben und Werk Erich Mühsams zu trennen. Er war Bohemien, Dichter, Anarchist, Humorist, politischer Publizist, Dramatiker, bisexueller Erotomane, Revolutionär, selbst in größter Not unbeirrbarer Menschenfreund und schließlich eines der ersten prominenten Opfer der Nazis. 1933 wurde er noch in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet und nach monatelanger Folter im KZ Oranienburg ermordet.

Aufgabe dieses Lesebuchs soll es sein, Mühsams lebenslangen Kampf »für Gerechtigkeit und Kultur« mit Texten aus seinem reichhaltigen Werk nachzuerzählen, die bis heute nichts an ihrer politischen Aktualität verloren haben. Neben einigen Mühsam-Klassikern enthält diese Sammlung auch bislang unveröffentlichte Gedichte, Auszüge aus längeren Werken, ausgewählte Briefe und die Beschreibung seiner letzten Tage aus der Feder seiner Frau Zenzl.

Erich Mühsam, geboren am 6. April 1878 in Berlin, war Dichter, Anarchist und politischer Publizist. Seit 1909 lebte er in München-Schwabing. Als zentrale Figur der Schwabinger Boheme war er befreundet mit Heinrich Mann, Frank Wedekind, Lion Feuchtwanger, Fanny zu Reventlow und vielen anderen. Mühsam war Mitarbeiter des Münchner Kabaretts und verschiedener satirischer Zeitschriften, zudem gab er die Zeitschrift Kain heraus. Er war maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde. 1933 wurde er verhaftet und am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg von der SS-Wachmannschaft ermordet. Sein Tod jährt sich 2014 zum 80. Mal.

Markus Liske und Manja Präkels leben als freischaffende AutorInnen in Berlin. Bereits 2001 riefen sie das Berliner Erich Mühsam Fest als Forum für emanzipatorische Kunst und Politik ins Leben und gründeten 2009 die Gedankenmanufaktur WORT & TON. 2011 erschien, unter Mitwirkung von Karsten Krampitz, die literarische Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung« zu den Pogromen und Menschenjagden der Nachwendezeit.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg statt.