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Veranstaltungsreihe Winterbach

Ausstellung und Veranstaltungen im Oktober/November

Veranstaltungsreihe WinterbachWinterbach

Gründliche Recherche und detaillierte Kenntnisse der Fotojournalisten Alfred und Nico Denzinger, die sich von Anfang an mit den Mordversuchen in Winterbach, ihren Auswirkungen auf die Opfer, den Reaktionen in der Gemeinde und den juristischen Folgen beschäftigten, verwandelt Peter Schmidt mit Techniken, die er dem Eisenbahnmodellbau entlehnt, in eine Idylle, die an der Ungeheuerlichkeit der Tat zerbricht.

Die Rückübertragung in die Wirklichkeit erfolgt über Fotos der Eisenbahnanlage.

Durch die Vergrößerung werden die Szenen real, insbesondere, da die Vorbilder, Fotos der Realität, ebenfalls ausgestellt werden.

Eine weitere Ebene entsteht durch die direkte Integration eines Interviews mit dem Vater dreier der Opfer. Sein Bericht über die Auswirkungen der Tat zeigt, wie Vertrauen in die umgebende Welt zerstört wurde.

Eine Ausstellung von Peter Schmidt,  Nico und  Alfred Denzinger

 -> Flyer "Winterbach"

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  • Donnerstag 10.10.2013:

Ausstellungseröffnung mit einem Vortrag von „Rems-Murr nazifrei!"

Vertreter von „Rems-Murr nazifrei!" werden die Ausstellung „Winterbach" mit einem Vortrag eröffnen. Sie werden über den nazistischen Mordversuch an Migranten in Winterbach 2011 berichten. Beleuchtet werden die Tat, der Tathintergrund, das Polizeiverhalten, der Prozess aber auch die Proteste dagegen.

„In der Nacht vom 9. auf den 10. April überfiel eine Nazigruppe neun Migranten auf einem Gartengrundstück in Winterbach. Nach Schlägen, Tritten, einer mörderischen Hetzjagt und einem Brandanschlag kamen die Betroffenen nur durch Glück mit ihrem Leben davon.

Bis heute sind die Opfer traumatisiert und wenn überhaupt, werden nur einzelne der Täter lediglich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vom Stuttgarter Landgericht verurteilt. Weil die Polizei bei der Spurensicherung und beim Umgang mit den Tätern zu Beginn nachlässig gearbeitet hat, konnte die Bande sich noch vor intensiveren Ermittlungen untereinander absprechen. Die zuständige Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat zu Beginn keine umfangreicheren Ermittlungen in Auftrag gegeben und zeigt sich nun hilflos bei der Verurteilung der Nazitäter." (Auszug aus dem Flugblatt „Erinnern. Aufklären. Handeln!" der Initiative zum Jahrestag).

„Rems-Murr nazifrei!" hat sich bereits im Jahr 2010 gegründet und macht mit öffentlichen Aktionen und Veranstaltungen auf Rassismus und die gesellschaftlichen Reaktionen voller Gleichgültigkeit und Toleranz aufmerksam, welche die Festigung rechter Strukturen begünstigen und zulassen.

Die Reihe wird durch die VVN Ludwigsburg unterstützt.

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  • Donnerstag, 17.10.2013

Das Ländle, Insel der Seligen? Vortrag mit Kurt Möller

Rechtsextremismus – zweifellos gibt diese Problematik in den letzten Jahren immer wieder Anlass zu aufgeregten öffentlichen Debatten. Kein Wunder, denn die Problemlage hat sich ganz offensichtlich nicht nur im öffentlichen Bewusstsein, sondern – viel schlimmer noch – in den realen politischen Verhältnissen festgesetzt.

Doch was wissen wir eigentlich wissenschaftlich gesichert über den Rechtsextremismus und seine Verbreitung? Sind allein die einschlägigen Organisationen, die Personen, die sie tragen, und ihre eventuellen Wahlerfolge das Problem? Wird das Problem nicht aufgebauscht? Handelt es sich nicht eher um eine Problemlage in Ostdeutschland? Haben wir in Baden-Württemberg überhaupt ausreichend Grund, das Problem so ernst zu nehmen, wie es von manchen verlangt wird?

Welche Ursachen lassen sich hinter den Erscheinungen extrem rechter Politik ausmachen? Ist es z.B. reiner Zufall, dass sich der männliche Teil der Bevölkerung - je jünger er ist, umso stärker – in besonderer Weise für extrem rechte Haltungen ansprechbar zeigt?

Welche Konsequenzen sind zu ziehen – gesellschaftlich und insbesondere auch pädagogisch? Kann man überhaupt noch rechts Orientierte erzieherisch bzw. mit Bildungsangeboten erreichen, rechte Jugendliche etwa? Helfen Mahnwachen und Demonstrationen? Oder muss man das Feld Polizei und Justiz überlassen? Und: Warum sind eigentlich trotz aller politischen Bemühungen, ‚gegen rechts' vorzugehen, durchschlagende Erfolge (noch?) nicht zu registrieren? Sind die eingeschlagenen Bewältigungsstrategien vielleicht untauglich, unzureichend oder zumindest suboptimal? Oder wäre die Situation ohne sie vielleicht noch gravierender?

Der Vortrag will diesen und weiteren Fragen tragfähige Antworten zuführen.

Prof. Dr. Kurt Möller lehrt an der Hochschle Esslingen unter anderem mit den Forschungsschwerpunkten Gewalt, Rechtsextremismus, Fremden- und Menschenfeindlichkeit sowie männliche Sozialisation.

Die Reihe wird durch die VVN Ludwigsburg unterstützt.

 

  • Freitag, 8.11.:

NSU-Prozessbeobachtung - mit Robert  Andreasch -
Der Journalist und Soziologe Robert  Andreasch begleitet den NSU-Prozess in München
und berichtet im DemoZ davon